Das Spiralcurriculum nutzt das aktuelle neuropsychologische Wissen bezüglich des Lernens an sich, und bildet daneben eine Orientierung, um das Lernen der Kinder sinnvoll gestalten und begleiten zu können.
Im Zentrum steht die Annahme, dass Lernen ein aktiver, selbstbezüglicher und individueller Prozess ist. Jedes Kind knüpft beim Lernen an persönlichen Vorerfahrungen an und konstruiert dabei ein sich immer erweiterndes Netz an Know-how bezüglich eines bestimmten Sachgebietes. Bei seiner Auseinandersetzung mit den Themenfeldern eines Sachgebietes steigt das Kind spiralförmig nach oben. Auch wenn die Themenfelder wechseln, erlebt das Kind, wie es, wenn es zu einem bekannten Themenfeld zurückkehrt, sich schon auf einem neuen, höheren Niveau befindet. Dies kommt daher, dass das Kind in der Zwischenzeit benachbarte Themenfelder bearbeitet hat.
Die Lehrperson hat die Aufgabe in den einzelnen Themenfeldern eine anregende und herausfordernde Lernumgebung herzustellen und das Kind bei seiner Arbeit in einem Themenfeld zu begleiten.
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